Grünes Nähen? Einfacher als man denkt!

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das immer wichtiger wird und viele Menschen bewegt. Doch wie kann man das Nähen nachhaltiger gestalten? Hier sind ein paar einfache Tipps und Tricks, die dir dabei helfen sollen und im Handumdrehen umgesetzt sind:

1. Stoffreste verwerten

Ein großer Punkt in Sachen Nachhaltigkeit, ist die Reduzierung von Müll.
Beim Nähen entstehen - ob man will oder nicht - oft große Mengen an kleinen Stofffetzen, die nur schwierig für andere Projekte verwendet werden können. Dieser Verschnitt landet meistens im Abfalleimer, doch das ist nicht gut für die Umwelt und eigentlich sind die schönen Stoffe dafür viel zu schade. Die Lösung für dieses Problem: Stoffreste DIYs! Im Internet findet man viiiiiele Anleitungen, für die sich kleine Stoffreste perfekt eignen. Auch bei und findet ihr einige Ideen zur Verwertung von kleineren Stoffstücken, wie zum Beispiel zum Dekorieren von Schraubgläser. Natürlich gibt es noch etliche weitere tolle Ideen, wie Patchwork-Arbeiten mit ausgefallenen Formen, Schlüsselanhänger, Applikationen und Aufnäher. Mit der sogenannten „Pizzatechnik“ lassen sich aus kleinen Fetzen sogar ganz neue Stoffe erschaffen.

2. Die Nähmaschine einfach mal ausgeschaltet lassen

Es ist so simpel, wie es klingt: Stellt die Maschine einfach mal zur Seite und näht mit der Hand. Das spart Strom und oft auch Nerven. Denn per Hand könnt ihr euch Stich für Stich natürlich viel mehr Zeit lassen als an der Maschine. Vorallem an kniffligen Stellen kann dies ein entscheidender Vorteil sein. Auch Wendeöffnungen kann man so nahezu unsichtbar schließen. Dafür eignet sich der „Matratzenstich“ - der auch „Leiterstich“ oder „Zaubernaht“ genannt wird - besonders gut.

3. Nachhaltige Nähanleitungen

Nachhaltige Alternativen zu Wegwerfprodukten wie Wattepads, Brötchentüten und Co. kann man ganz einfach selbst nähen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anleitungen und sogar schon fertige Nähsets. Besonders einfach sind natürlich sogenannte Bienenwachstücher, die als Schüsselabdeckungen, Frischhaltefolie oder kleine wiederverwendbare Lebensmittelbeutel dienen. Hier findet ihr eine einfache Anleitung. Das Beste ist, dass diese Projekte meist kinderleicht und sehr schnell zu machen sind, dafür aber lange halten und so die Umwelt schonen.

4. Hochwertigen Stoff kaufen

Es ist verlockend, wenn man Stoffe günstig im Discounter findet oder sie für wenig Geld online bestellt, aber wer umweltfreundlich nähen möchte, sollte ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Das Problem mit billigen Stoffen ist, dass sie oft unter sehr schlechten Bedingungen hergestellt werden, was weder gut für die Umwelt, noch für die Arbeiter ist. Außerdem können solche Stoffe schädliche Chemikalien enthalten und sind in aller Regel nicht robust. Was natürlich ziemlich schlecht ist, da wir unsere genähten Stücke oft am Körper tragen oder sie regelmäßig in die Hand nehmen. Leider sieht an es den Stoffen nicht an, wie und wo sie gefertigt wurden. Daher versuchen wir für euch so gut wie es geht beim Stoffeinkauf auf Qualität zu setzen. Man tut so nicht nur sich selbst sondern auch unserer gesamten Umwelt einen Gefallen, wenn man ein paar Euro mehr ausgibt und dafür eine gute Qualität erhält. Denn dann kann man den Stoff vorallem auch bei Kinder- und Babybekleidung mit gutem Gewissen benutzen und hat lange Freude an dem genähten Teil.

Es ist nicht leicht auf alles zu achten, was der Umwelt schaden könnte. Aber schon kleine Dinge im Alltag können das Leben auf lange Sicht nachhaltig verändern. 🙂

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